29.10.2008 | Helene Hegemann wurde bereits mit ihrem ersten Spielfilm Torpedo, für den sie sowohl das Drehbuch geschrieben als auch Regie geführt hat, zu den diesjährigen 42. Internationalen Hofer Filmtagen eingeladen. Das ist noch viel unglaublicher wenn man hört, dass sie das Drehbuch im zarten Alter von 14-jahren schrieb. Nun ist die Tochter eines Dramaturgen 16 und ihr Film feierte Premiere in der Volksbühne in Berlin.

Ihre teils autobiographische Filmgeschichte erzählt von Mia, fünfzehn Jahre alt und überdurchschnittlich traumatisiert. Nach dem Tod ihrer Mutter zieht sie zu ihrer Tante und wird in deren Leben und somit in die linksresignative Kulturszene Berlins katapultiert. Ohne Hoffnung auf ein geregeltes Familienleben, versucht sich Mia von nun an gezwungenermaßen in einer Erwachsenenwelt zu etablieren, die skurriler ist, als es die Jugendliche je für möglich gehalten hätte.

Ob der 45-minütige Film mit Alice Dwyer in der Hauptrolle und Jule Böwe an ihrer Seite regulär ins Kino kommt, ist nicht bekannt. Da Interesse ist jedoch groß, wie das hochkarätige Publikum mit Tom Tykwer, Daniel Brühl, Manuel Cortez (hatte zuvor in einer Preview im Kino Babylon seinen neuen Film "Mein Freund aus Faro" vorgestellt), Jasmin Tabatabai + Andreas Pietschman & Nicolette Krebitz bewies, die sich nach der Vorstellung auch als Djane im Roten Salon bereit stellte.

Fotos: sk