21.06.09 | Sacha Baron Cohen hat so einige Alter Egos: Vor Jahren sorgte der gebürtige Engländer in seiner Heimat als Rap-Fanatiker Ali G mit bewusst zu grossen Klamotten und "Fuck You"-Attitüde für Furore. Später exportierte er Ali G nach Amerika und tauchte sogar in einem Musikvideo mit Madonna auf. Sein erster Kinofilm "Ali G in da House" brachte es aber über eine Fangemeinde nicht heraus. 2006 hatte Cohen mehr Glück, ihm gelang mit dem kasachischen Reporter Borat Sagdijev der Sprung auf die große Einland und löste eine Borat-Hysterie aus. Mit seinem Schwulenhass und seiner konservativen Einstellung Frauen gegenüber brachte er immer wieder amerikanische Bürger in sehr missliche Situationen und hielt Ihnen so einen Spiegel vor Augen. Jetzt wird "
Brüno" mit der oberflächlichen Mode-Szene abrechnen. In seinem neusten Film (Kinostart ist der 9.Juli 2009) stellt Cohen einen österreichischen Reporter in einem fiktiven schwulen Modesender dar und sorgt in der Szene für Aufregung. Da wird schon mal freundlich im Intreview abgenickt und gelächelt, wenn Brüno Hitlers "Mein Kampf" als seine Fashion-Bibel deklariert, oder schockiert geschaut, wenn auch er sich ein schwarzes Baby zur Adoption holt.
Für seine PR-Tour zog sich Cohen ganz in ein rosa Plüschkostüm an samt vor sich hin baumelnden Riesengenitalien und posierte vor dem Brandenburger Tor.
Wie passend, das wenige Kilometer weiter das schwul-lesbische Stadtfest rund um die Motzstraße gefeiert wurde. An unzähligen Ständen konnte man sich dort über Schwule und Lesben in der Polizei, schwules Karate (Gaysha) oder über schwule Astrologie informieren und sein Homoskop für die Woche abstauben. Musikalisch schallte es bei dem überfülltem Volksfest mit gemixter Musik von DJ-Urgestein Westbam aus den Boxen. Zur Erfrischung gabe es Bowle und Teigpenisse.
Fotos: 3P Images, sk, mb