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18. December 2014
Bread and Butter meldet Insolvenz an, plant Stra├čenmarkt


In Folge der Absage der im Januar 2015 geplanten Messe Bread & Butter (AEDT berichtete) sah sich die Geschäftsleitung der Betreibergesellschaft gezwungen, am 16.12.2014 Insolvenzantrag zu stellen. Bereits am gleichen Tag wurde Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff (BBL) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die zuletzt in Turbulenzen geratene Modemesse soll mitjilfe der nunmehr zur Verfügung stehenden rechtlichen Instrumentarien saniert werden, heißt es aus Unternehmenskreisen. Das operative Geschäft der zum Unternehmen gehörenden 14 oz. Stores wird fortgesetzt. Gleiches gilt für den 14 oz. Webshop.
 
B&B-Chef Karl-Heinz Müller erklärte: "Viele werden nachvollziehen können, wie schmerzhaft dieser Schritt für mich war. Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen blieb mir jedoch keine andere Wahl. Nach unserer Absage der Januarveranstaltung haben wir eine nichtgeahnte Welle des Zuspruches und der Unterstützung erfahren. Deshalb arbeiten wir an einem alternativen Konzept bereits für Januar 2015 "Bread & Butter – Back to the Street" für diejenigen, die den nächsten Schritt mit uns wagen wollen und noch kurzfristig reagieren können." Ein Straßenmarkt irgendwo in Mitte soll es also werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter Graf Brockdorff stellte klar: "Ich habe bei B&B ein hochmotiviertes Team von Spezialisten angetroffen, die den klaren Willen geäußert haben, die Aktivitäten des Unternehmens fortzuführen. Deshalb werden mein Team und ich diesem Berliner Imageträger meine größtmögliche Unterstützung geben, um eine Sanierung und Fortführung der Gesellschaft sicherzustellen. Dies schließt die Durchführung des Events im Januar 2015 ein."

Viel ist über das neue Konzept noch nicht bekannt, nur dass BBB-Chef Müller eines Nachts seine Freunde anmailte: "Es ist Dientag, 3 Uhr morgens, ich kann nicht schlafen, nachher kommen die Banken ins Haus, sicher kein besonders angenehmer Termin. .. Stellt euch folgendes vor: Wir sperren die Rochstraße. Wir bauen Zelte und Pavillons, die kleinen Label gehen in die freistehenden Läden im 'Blue Yard'. Ich frage die Gastronomen vom Weihnachtsmarkt, ob sie nach Ladenschluss zu uns kommen. Eine richtige Block Party mit Street Food, Street Music & Street People." Klingt alles total hippie-mäßig aber doch recht spannend. Wir werden sehen, was im Januar auf uns zu kommt.

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