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29. August 2015
Drogen-Beichte eines GZSZ-Stars


Der Schauspieler Eric Stehfest -- auch bekannt als "Chris Lehmann" aus der RTL-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" -- engagiert sich im Kampf gegen Drogen. Aus eigener Erfahrung weiß er, was es bedeutet, abhängig zu sein: Er hat in seiner Jugend unter anderem Crystal Meth probiert und später regelmäßig konsumiert. Nun will der gebürtige Dresdner, der seine Sucht inzwischen überwunden hat, andere warnen. Er spricht am morgigen Samstag dazu beim "Tag der offenen Tür" im Bundesgesundheitsministerium in Berlin. Seine Serienfigur, ein DJ, nimmt es mit dem Gesetz nicht immer ganz genau und kam kürzlich prompt auch mit Drogen in Kontakt. Dies war für Eric ihn in früheren Jahren knallharte Realität. Bereits im Alter von 12 Jahren kam er zum ersten Mal mit harten Drogen in Kontakt. "Ich hatte einen Kumpel im Dorf, in dem ich gelebt habe und der ist dann in die Stadt gezogen", erinnert sich Stehfest gegenüber RTL. "Kurze Zeit später habe ich ihn dann besucht und es hat nicht lange gedauert, da hatte der schon Freunde, die gekifft haben. Da saß ich dann auf dem Dachboden, wir haben Bong geraucht und ich habe gemerkt, dass ich das gut kann. Ich habe einfach gedacht, wenn ich das gut mache, dann werde ich akzeptiert und das blöde war: Ich wurde akzeptiert."

Aber nicht nur das Zugehörigkeitsgefühl treibt den GZSZ-Darsteller in die Sucht. Er durchlebt eine schwere Kindheit und Jugend mit vielen Umzügen sowie ohne Vater. Durch Crystal Meth glaubte Stehfest, vieles verdrängen zu können: "Ich habe aus einem Haufen Scheiß-Probleme einen schönen Tag gemacht." Anfangs nahm Eric nur ab und zu Crystal Meth, später dann fast täglich -- bis es während seines Schauspielstudiums zum großen Wendepunkt in seinem Leben kam: "Eigentlich einer der wichtigsten Punkte, der diese Thematik betrifft, war der, an dem ich klar aussprechen konnte: Ich bin krank und brauche Hilfe."

Eric machte in einer Klinik einen kalten Entzug und ist mittlerweile seit knapp vier Jahren clean. Heute will er auf die Gefahren von Drogen aufmerksam machen -- aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern indem er die Realität und die harten Folgen aufzeigt. Von sich selbst sagt er: "Ich ging durch die Hölle!"

Aber trotz der Grausamkeit der Droge, eins hat Eric immer geholfen: "Ich habe während meiner Entzugsphase ein einfaches, aber sehr effektives Zeichen gefunden. Wenn man nämlich die eine Herzenslinie der einen Hand mit der Herzenslinie der anderen verbindet, dann entsteht ein lachender Mund. Dieses Zeichen steht für Kraft aus eigener Hand. Schenk dir ein Lächeln!³

Eric Stehfest GZSZ Foto: RTL

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