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24. March 2018
Die Prominenz und ihr soziales Engagement


Es war schon immer so, dass die Prominenten sich an sozialen Projekten beteiligten. Während es früher eine Herzensangelegenheit war, ist es heute nicht immer, aber teileweise, nur noch Klischee, um den Namen aufzupolieren. Insbesondere die junge Generation, die zwar jede Menge Geld spendet, sich aber selten bei den Projekten blicken lässt, bietet tiefe Einblicke. Hier sollten sich einige ein Beispiel an Fußballstar Paul Breitner und seiner Frau nehmen. Das nennen wir mal Engagement, was die beiden auf die Füße gestellt haben.

Paul Breitner und die Münchner Tafel

Die Bayern Legende Paul Breitner und seine Frau sind seit 12 Jahren jede Woche bei der Münchner Tafel und geben hier die rationierten Lebensmittel an Bedürftige aus. Dabei war es schon immer eine Herzensangelegenheit von Frau Breitner zu helfen. Mittlerweile sind sie und ihr Mann, der berühmte Bayernstar, seit einem Dutzend Jahren jeden Samstag bei der Ausgabe in der Münchner Großmarkthalle dabei. Neben den etwa 50 weiteren ehrenamtlichen Helfern kennt Paul Breitner fast alle Hilfsbedürftigen mit Namen und kennt auch deren Nöte. Vor allem, sagte er bei einem Dreh, kann man es sich gar nicht vorstellen, dass auch im Münchner Stadtteil Bogenhausen oder anderen Nobelvierteln Armut herrscht und manche Senioren nicht wissen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen.

Paul Breitner kennt Armut aus der Kindheit

Breitner kam aus der Jugendabteilung des FC Bayern und spielte dabei bis 1974 sowie zwischen 1978 und 1983 bei den Bayern. Dabei konnte er nicht nur auf Vereinsebene, sondern auch als Teil der Nationalmannschaft alle wichtigen Titel gewinnen. Doch auch er sowie seine Frau konnten in der Kindheit spüren, wie es ist arm zu sein. Viel war nicht da und nicht immer wurden sie satt. Dies mag natürlich auch ein Grund sein, dass die beiden sich jetzt so engagiert bei der Münchner Tafel einsetzen.

Geld regiert die Welt

Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander und nicht selten passiert es, dass ein Mensch, mit gutem Posten und hervorragendem Gehalt plötzlich arbeitslos wird. Wer hier nicht was auf der hohen Kante liegen hat, wird dann nach dem Arbeitslosengeld Hartz IV beziehen. Der drastische Abfall vom einst gut verdienenden Angestellten zum Hartz IV Empfänger ist schneller durchlebt, wie man sich vorstellen kann. Hinzu kommt oftmals noch eine Depression, da vor allem Menschen ab 40/45 Jahren, trotz Hunderter Bewerbungen kaum eine Chance haben.

Während die einen dann vor dem riesigen Flachbildfernseher sitzen, alle elektronischen Geräte hat, die man sich nur vorstellen kann und mit ihren Computern Quasar online gaming betreiben, wissen andere hingegen nicht, wovon sie diese Woche ihre Lebensmittel bestreiten sollen.

Gerade deshalb ist das Engagement von Menschen bei sozialen Projekten so wichtig. Ganz gleich, ob sie dabei Millionär sind oder einfach nur helfen und für die armen Menschen ein Ohr haben, zuhören und an ihren Sorgen teilhaben. Dabei kann nur das reine Zuhören oftmals wichtiger sein, wie einfach nur Millionen zu spenden, von denen man leider nicht immer weiß, ob sie denn auch dort ankommen, wo sie so dringend benötigt werden.

Fasst euch auch ein Herz und helft, engagiert euch in sozialen Projekten oder unterstützt Organisationen, die sich für die Menschen einsetzen. Das Miteinander und das Helfen untereinander sind leider in den letzten Jahren auf der Strecke geblieben und sollte wieder aufleben.

Paul BreitnerPaul Breitner 2016 in Berlin (Foto: AEDT)

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