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28. October 2018
Babylon Berlin: War das Nachtleben so wild wie in der TV-Serie?


Die in der deutschen Hauptstadt spielende Fernsehserie Babylon Berlin sorgt derzeit für Aufmerksamkeit in den Medien. Gedreht wurde die Kriminalreihe, die aktuell in den Öffentlich-Rechtlichen gezeigt wird (AEDT berichtete von der ARD-Premiere), an Originalschauplätzen in Berlin.

Vergnügungsstätten mit Striptease-Shows

Als Schauplatz des vielseitigen Berliner Nachtlebens fungierte damals die in der Serie als „Moka Efti“ dargestellte Bar. Dort traten in den 1920-ern Tänzerinnen a la Josephine Baker auf und machten die teilweise verruchten Vergnügungsstätten mit ihren Striptease-Shows zum Anziehungspunkt einer bestimmten Klientel. Der Begriff der wilden Zwanziger entstand in den Amüsiervierteln rund um den Alex. Das Nachtleben in den Vierteln Kreuzberg & Mitte wurde von Nachtclubs wie dem Cabaret Paris oder der Pepita Bar geprägt. Die ausgehfreudige Berliner Society vergnügte sich auch beim Glücksspiel, obwohl Automatenspiele im Deutschen Kaiserreich ebenso wie in der Weimarer Republik streng verboten waren. Zu den Ausnahmen zählten Geschicklichkeitsspiele, die gespielt werden durften. In dieser Zeit wurden etliche Spielsysteme entwickelt, mit denen die Spieler ihre Geschicklichkeit am Spielautomaten unter Beweis stellen konnten. Die ersten Automatenspiele entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den USA und waren dort als "einarmige Banditen" bekannt. Nach dem Betätigen eines Hebels setzten sich mehrere Walzen mit unterschiedlichen Spielsymbolen in Bewegung. Das Ziel bestand daran, den Automaten an einer bestimmten Stelle zu stoppen, sodass nach dem Stehenbleiben alle Walzen die gleichen Spielsymbole anzeigten. In Deutschland wurden Spielautomaten später zunächst in den Spielbanken aufgestellt. Bei den Spielern waren die Automatenspiele schnell ebenso populär wie die traditionellen Casinospiele Roulette und Black Jack. Der Grund für die Beliebtheit der Spielautomaten lag in den teils hohen Gewinnen, wobei Jackpotgewinne Summen in Millionenhöhe erreichen konnten. In den 1990-ern wurden die mit Handhebeln zu betätigenden Geräte nach und nach von modernen Spielautomaten mit Bildschirmen abgelöst. Die Walzen werden auf den neuen Automaten nur simuliert. Abhängig von der Ausführung der Geräte können mehrere Gewinnlinien gleichzeitig gespielt werden. In den US-amerikanischen Casinos werden Automaten mit über 100 Walzen eingesetzt, deren Gewinnmöglichkeiten teils sehr hohe Werte erreichen. Auf den aktuellen Bildschirmgeräten können auch Casinospiele wie Poker, Roulette und Black Jack gespielt werden. Viele Spielautomaten besitzen ein Jackpotsystem. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Spielsysteme mehrerer Geräte miteinander zu verknüpfen und an ein gemeinsames Jackpotsystem anzuschließen.

Modernes Unterhaltungsangebot

Heute zählen Automatenspiele zum festen Bestandteil des Spieleprogramms der virtuellen Casinos und sind auch bei Berlinern äußerst populär. Um sich mit den Automatenspielen und Online-Spielautomaten vertraut zu machen, können Spieler in vielen Online-Casinos zunächst Spielautomaten kostenlos spielen. Dadurch soll der bewusste Umgang mit dem Spieleangebot ermöglicht und der Verlust von Echtgeld durch ungeschickte Einsätze verhindert werden. Umfang und Art der verfügbaren Automatenspiele sind vom Casino-Betreiber abhängig. Spielern wird deshalb empfohlen, sich vor Spielbeginn über das Spielprogramm zu informieren. Bereits in den 1950-ern besaßen Spielautomaten einen festen Platz in den Berliner Casinos und wurden später auch in den Spielhallen der Hauptstadt aufgestellt. Um die Jahrtausendwende suchten Spielautomaten-Entwickler und Casino-Betreiber nach einer passenden Alternative, um aufgrund der fortschreitenden digitalen Entwicklung das Spieleangebot auch als Online-Anwendung bereitzustellen und gründeten erste Online-Casinos.

Hauptdarsteller Babylon BerlinLeonie Benesch, Volker Bruch & Liv Lisa Fries aus Babylon Berlin im September 2018

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